»Die Linke« und ihr Antisemitismus

Am 18. November wurde die Linken-Fraktion der BVV-Neukölln um ein Mitglied verkleinert; zugleich erhielt die SPD-Fraktion Zulauf. Welchen Zulauf, das können die Sozialdemokraten auf Twitter besichtigen: Es handelt sich um Marina Reichenbach, Abgeordnete der BVV Neukölln und »Antinationalitin – Pro Europa – Feministin«. Nichts sonderlich orginelles, also passend zur SPD.

Fraglich ist aber, ob das Bild auf ihrem Twitter-Account der SPD ebenfalls passt. Denn dort heißt es »Kommunismus – Wär doch schön…« Offenbar hat die Dame keinen blassen Schimmer, was Kommunismus bedeutet. Als Antinationalistin sollte sie wissen, dass der Internationalismus erheblich mehr unschuldiges Blut hat fließen lassen, als alle Nationalismen zusammen. Oder weiß sie es und es stört sie eventuell gar nicht? – Das wissen wir nicht. Vielleicht hat sie ja auch nur ein Problem mit der Sprache und kann nicht formulieren, was sie in Wahrheit denkt. Ein Satz wie: »Heute wurde wieder ein Radfahrer getötet, durch fehlende schützende Infrastruktur«, deutet jedenfalls in diese Richtung. Kein Radfahrer wird durch fehlende Infrastruktur getötet.

Aber die Dame scheint auf dem Weg der Besserung. Denn was sie über die Partei »Die Linke« berichtet, beweist einen Grad von Ehrlichkeit, den man bei Linken ansonsten eher nicht findet. Denn sie gehört zu jenen, die Antisemitismus bei der Linken nicht nur vermuten, sondern auch aussprechen, dass es ihn gibt. In der Erklärung zu ihrem Übertritt zur SPD-Fraktion schreibt Marina Reichenbach:

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus machte die Linke Neukölln vor der AI-Nur-Moschee (…) in der wiederholt gegen Juden gehetzt wurde. (…) Auch das Handeln der BVV-Fraktion ist in diesem Zusammenhang mehr als fragwürdig (…).“

Der Fraktion wirft sie in einer bei facebook nachlesbaren Erklärung vor, »israelbezogener Antisemitismus« würde durch Veranstaltungen mit AKP-Vertreter unterstützt. Deutlicher kann man kaum werden.

Auszug aus der Erklärung vom 18.11.2017:

Die gute Nachricht lautet: Es gibt auch in der Linken Leute mit ein wenig Einsicht. Vor diesem Hintergrund kann man der jungen Frau ihre Naivität entschuldigen, mit der sie dem Kommunismus begegnet. Dass Kommunismus für Gewalt steht und ganz sicher nicht für einen freien Diskurs, wird sie noch erkennen. Und dann wird es ihr gehen wie den jungen Mädels, als sie die Wahrheit über ihren Führer erkannten.

Die schlechte Nachricht: Den Rest der Linken wird das wahrscheinlich nicht interessieren. Sie sind weiter links und bleiben in einer Partei, die mit Fug und Recht antisemitisch genannt werden kann.

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