Nach Informationen der Behörden wurden in Neukölln in den letzten Tagen wenigstens 16 sogenannte Stolpersteine ausgegraben und dann entwendet. Diese Taten werden vom
Bezirksverband Neukölln der AfD in aller Schärfe verurteilt.

Es ist richtig – die AfD steht der Aktion Stolpersteine skeptisch gegenüber. Sie schließt
sich dabei der Kritik an, wie sie zum Beispiel von namhaften Juden immer wieder
geäußert wurde und wird. Unter anderem wird angemerkt, Stolpersteine würden für
reine Propagandazwecke selbst von jenen missbraucht, deren Antisemitismus
mittlerweile allgemein bekannt ist: An erster Stelle sind hier islamische Verbände und
Politiker der Partei »Die Linke« und »Bündnis 90/Die Grünen« zu nennen. Aus diesem
Grund, wegen der Instrumentalisierung durch die Falschen, hat die Fraktion der AfD in
Neukölln sich gegen die Unterstützung der Aktion Stolpersteine ausgesprochen.
Die gezielte Entfernung der Steine im Vorfeld des 9. November ist dagegen eine
antisemitische Handlung. Die Tat reiht sich ein in den wachsenden Antisemitismus
gerade in Neukölln und speziell im Norden des Stadtbezirks; die Schließung eines
jüdischen Buchladens im Sommer war bereits ein deutliches Warnsignal, das Bezirk bei
den zuständigen Stellen überhört worden ist.

Die AfD fordert den Bezirk auf, die Steine umgehend auf Kosten des Bezirks zu ersetzen
und damit ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Antisemitismus – egal von
rechtsextremistischer, von linker oder von islamischer Seite – darf in Neukölln nicht
geduldet werden.

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