Giffeys Märchen aus Tausendundeine Nacht

Bekanntlich handelt es sich bei Tausendundeine Nacht um eine Kette von Märchen, die eine Rahmenhandlung verbindet. In dieser schafft es eine orientalische Schönheit, sich um Kopf und Kragen zu reden, nur um dem Unheil zu entgehen, das andere Schönheiten vor ihr ereilte: Sie wurden von einem König, den seine Frau betrogen hatte, nach einer einzigen Nacht ermordet. So wurde ihre erste Nacht zugleich ihre letzte.

Die Geschichte könnte sich so zugetragen haben und niemanden würde es wundern, wenn sie sich heute zutragen würde – sei es im Machtbereich des Islamischen Staates oder auch in Saudi Arabien. Verhältnisse mit ostasiatischen weiblichen Hilfskräften sind für gläubige Moslems dort Gang und Gäbe; bei Bedarf, oder besser Nicht-Mehr-Bedarf werden sie nach Hause geschickt.

So ähnlich scheint es auch Frau Giffey zu gehen. Indes spielt sie selbstverständlich nicht die Rolle der Jungfrau – sie hält es wohl eher mit Scheherazade. Also jener mehr denn orientalischer Schönheit, die den König mit Märchen, die auch in Europa vielen bekannt sind, bei Laune hält. Nach Tausend Nächten ist sie am Ziel. Der König nimmt sie zur Frau und in manchen Versionen des Klassikers der Märchenliteratur haben sie schon drei Kinder.

Eines dieser Märchen kreist um Ali Baba. Und weil es ein Märchen ist, macht es Sinn, heutzutage einen Kinderladen nach ihm zu benennen, z.B. den in der Walterstraße im Norden Neuköllns. Das wäre nicht erwähnenswert – wenn neben dem Kinderladen nicht bald ein Spielplatz seine Tore öffnete, der sich auf Ali Baba bezieht und in dessen Mitte ein Spielgerät steht, das von der Presse schnell als »Minimoschee«, wahlweise »Spielmoschee« ausgemacht wurde. Denn auf der Spitze des Gebäudes prangt ein arabischer Halbmond; und zwar so, dass sich unmissverständlich eine Moscheekuppel zeigt.

Und hier kommt Scheherazade, alias Giffey ins Spiel oder besser ins Märchen. Einen islamischen Hintergrund kann sie nicht erkennen in dem Spielgerät mit dem Halbmond auf dem Dach. Dabei ist die schmale Sichel des zunehmenden Mondes eines der – Zitat Wiki – »bedeutendsten muslimischen Embleme«. Das, sollte man meinen, muss ein Bürgermeister von Neukölln doch eigentlich kennen.

Nun gut, Frau Giffey erkennt eine »orientalische Burg mit Basar«. Vielleicht ist das ja ihr weiblicher Blick auf Dinge und Handel. Nur würde die Sache dadurch nicht weniger kritisch. Eine orientalische Burg inmitten Europas? – Sicher, es handelt sich nur um ein Spielgerät in Berlin. Aber was sagte Frau Giffey wohl zu einer Kreuzritterburg in Riad? Oder eben im Norden Neuköllns? – Wir wissen es. Sie wird es ebenfalls wissen.

Aber der Islam ist speziell. Dessen Symbole darf man auch mal auf Plätzen plazieren, wo politische oder religiöse Symbole nun einmal fehl am Platz sind. Das, was hier von den meisten als Moschee erkannt worden ist, und von dem nur Frau Bürgermeisterin meint, es sei die Festung aus einem Märchen, hat so auf einem Spielplatz schlicht nichts zu suchen. Ein Spielplatz ist mit Gerät auszustatten, das wertneutral ist.

Dass davon im Gesetz für öffentliche Spielplätze des Landes Berlin nichts steht, hat einen einfachen Grund: Niemand wäre auf die Idee verfallen, Spielplätze mit religiösen Symbolen auszustaffieren. Jedenfalls habe ich in Berlin noch keine Kreuze gesehen. Und ich bin sicher: In Nordneukölln wird es auch keinen Davidstern auf dem Dach eines Spielgeräts geben. Dafür werden die bezirkseigenen Antisemiten diverser Moscheen und linker politischer Gruppen schon sorgen.

Kleiner Trost: Vielleicht verbreitet Frau Giffey ihre märchenhaften Vorstellungen ja mit einem guten Motiv, vielleicht meint sie es gut wie Scheherazade. So wie diese orientalische Schönheit dem Frauenmörder Einhalt gebot, indem sie ihm Märchen erzählte, mit ihm schlief und schließlich Kinder gebar, erzählt Frau Giffey uns Märchen über die orientalische Religion namens Islam.

Nur dass sie in diesem Fall die potentiellen Opfer, also uns, tatsächlich einlullen wird. Ob sie es will, kann ich nicht sagen. In jedem Fall passt diese Täuschung besser zur Kopulation mit einem eifersüchtigen, kinderschändenden Mörder und perfekt zu einem Spielplatz mit Symbolen des Islamischen Staates. Wir sollen die Religion der Mörder mehr und mehr dulden. Nach Tausendundeiner Nacht gibt es dann ein böses Erwachen.

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